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Die moderne Lifestylewelt ist voll
damit: Muskeln hier, Muskeln da. Die Figur bestimmt
alles. Wer Muskeln hat ist anerkannt und sieht gut aus.
Schon in der Antike galt bei Männern ein muskulöser
Körper als attraktiv.
Was aber verbirgt sich hinter der saloppen Bezeichnung:
Ich muss meine Muskeln mehr ausbilden? Wie funktionieren
Muskeln? Kennen sie die anatomischen Zusammenhänge?
Warum scheint man beinahe schon zuzunehmen, wenn sich
die Muskeln nach sportlicher Ertüchtigung anfangen
auszubilden? Man wollte doch eigentlich abnehmen! Manchen
Menschen werden dadurch Rätsel aufgegeben. Wiegen
Muskeln mehr als Fett? Ja! Trotz einer möglicherweise
höheren Gewichtsangabe auf der heimischen Waage
wird man in der Regel schlanker, wenn sie die Muskeln
stärker ausprägen. Wissenschaftlich kann man
sagen, dass das Volumen der Muskeln je Gewichtseinheit
geringer ist. Übersetzt bedeutet dies - wie schon
gesagt- dass der Bauch flacher ist, der Po straffer
und die Taille schmaler.
Aber allein dieses Wissen reicht noch längst nicht
aus! Wie viele Muskeln gibt es eigentlich? Welche sollten
trainiert werden - und wie macht man das?
Insgesamt setzt sich der Körper des Menschen aus
639 Muskeln zusammen. Im perfekten Zusammenspiel mit
unseren Knochen und Gelenken wird uns dadurch jede Bewegung
ermöglicht.
Zudem unterscheidet man zwei unterschiedliche Arten
von Muskelfasern. Diese Muskelfasern besitzt jeder Mensch.
Individuell sind sie in unterschiedlich starken Anteilen
ausgeprägt. Folgende zwei Typen der Skelettmuskelfasern
werden hierbei unterschieden: Zunächst gibt es
die FT- Fasern. Es handelt sich hierbei um schnell kontrahierende
(sich zusammenziehende) Fasern. Typ zwei sind die ST
- Fasern. Im Gegensatz zu Typ eins ziehen sie sich nur
langsam zusammen.
Unsere Muskeln sind das einzige Organ unseres Körpers,
das sich zusammenziehen kann, also kontrahieren kann.
Die dadurch zustande kommende Kooperation mit den Gelenken
bewegt unsere Knochen. Mit der Kontraktion endet der
Spielraum an Möglichkeiten des Muskels jedoch bereits.
Nach dem Prinzip von Zusammenziehen und Lösung
funktionieren alle unsere Bewegungen. Der Muskel wird
nach dem Zusammenziehen erst wieder durch den Komplementärmuskel
gestreckt. Ein Beispiel: Beim Bizeps ist der Gegenpol
der Trizeps des Oberarmes.
Die Muskelkontraktion benötigt einen Auslöser.
Das Gehirn sorgt dafür dass der Befehl über
die Nervenfasern an die Muskelfasern weitegegeben wird.
Die Kontraktion entsteht, denn die Nervenfasern reizen
die entsprechenden Muskelfasern, welche zur Ausübung
der Bewegung von Nöten sind. Für eine einzelne
Bewegung müssen also nicht alle Muskelfasern
eingesetzt werden. Wenn allerdings eine dauerhafte Bewegung
stattfindet, so lösen sich die verschiedenen Muskelstränge
ab. Die Inaktiven Fasern kommen zum Einsatz, sobald
ein Erschöpfungszustand zu Stande kommt. Je nach
Krafteinsatz und dauern kann dieser Vorgang so lange
durchgehalten werden, bis alle Muskeln streiken.
Beachten Sie also: Beim Muskeltraining sollten alle
Übungen bis zur völligen Erschöpfung
durchgeführt werden. Nur so kann - bei der letzten,
der erschöpftesten und kraftraubendsten Wiederholung
- der Muskel sich stärker ausbilden. Durch Überlastung
wird der Muskel gezwungen durch das Anschwellen seiner
Fasern sein Kraftpotential zu steigern.
Fazit: Die Muskeln schwellen an, sie nehmen keineswegs
zu. Bewegungen vor diesem Zustand dienen lediglich dem
Erhalt der Substanzerhaltung der Muskelmasse.
Also! Haben Sie keine Angst vor der Waage. Riskieren
Sie Muskelkater. Schwitzen Sie! Es lohnt.
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