Schulterdrücken: So führst du Military Press richtig aus

Schulterdrücken - Military Press

Zuletzt aktualisiert am 26. Oktober 2026 von Professional-Bodywork.de

Schulterdrücken ist eine Grundübung für Schultern und Arme. Ob du eine Langhantel oder Kurzhanteln verwendest, die Bewegung sollte kontrolliert und für dich gut verträglich sein. Hier erfährst du, wie Military Press funktioniert und welche Fehler du vermeiden solltest.

Welche Muskeln trainiert Schulterdrücken?

Hauptsächlich arbeiten der Deltamuskel und Trizeps. Auch Teile des oberen Brustmuskels und die Schulterblattmuskulatur unterstützen die Bewegung. Rumpf und Beine stabilisieren deine Körperposition bei der stehenden Variante.

Military Press im Stehen: Schritt für Schritt

Stelle dich stabil auf und halte die Langhantel ungefähr auf Höhe des oberen Brustkorbs. Spanne Bauch und Gesäß an. Drücke die Stange kontrolliert nach oben und bewege den Kopf nur so weit zurück, wie die Stange dafür Platz benötigt. Senke die Stange wieder ruhig ab. Achte auf eine schmerzfreie Bewegung und verliere nicht die Kontrolle über den Rumpf.

Schulterdrücken - Military Press

Schulterdrücken mit Kurzhanteln

Kurzhanteln erlauben eine individuell wählbare Armposition. Beginne mit den Gewichten seitlich vor den Schultern und drücke sie kontrolliert über den Kopf. Ein neutraler Griff kann sich angenehmer anfühlen. Unterschiede in Beweglichkeit und Körperbau beeinflussen, welche Variante passt.

Schulterdrücken im Sitzen

Eine stabile Bank mit Rückenlehne kann die Ausführung vereinfachen. Dennoch solltest du deinen Rumpf kontrollieren und ein starkes Ausweichen ins Hohlkreuz vermeiden. Stelle die Füße fest auf den Boden und passe die Lehne an deine Beweglichkeit an.

Schulterdrücken mit der Langhantel im Sitzen

Häufige Fehler beim Military Press

Ein zu schweres Gewicht führt häufig dazu, dass du Schwung holst oder den Rücken stark überstreckst. Auch ein unkontrolliertes Absenken und ein erzwungener Bewegungsumfang sind ungünstig. Nutze die Ausführung, die du sicher wiederholen kannst; starke oder stechende Schulterschmerzen solltest du nicht ignorieren.

Schulterdrücken beansprucht neben der Schulter auch den Trizeps. Wenn du diesen Muskel zusätzlich trainieren willst, findest du drei Trizepsübungen als Ergänzung zum Trainingsplan.

Wie oft und wie schwer trainieren?

Einsteiger können mit zwei bis drei Sätzen und etwa sechs bis zwölf Wiederholungen beginnen, sofern die Technik kontrolliert bleibt. Wähle genügend Erholung zwischen intensiven Schulterbelastungen. Mehr dazu im Ratgeber Krafttraining für Anfänger.

Schulterdrücken mit Kurzhanteln

Alternativen bei Beschwerden

Landmine Press, ein neutraler Kurzhantelgriff oder ein begrenzter Bewegungsumfang können individuell besser passen. Beschwerden sind kein Beweis für einen bestimmten Technikfehler. Lies auch unseren Ratgeber über Schulterschmerzen beim Training und erfahre, wie du bei Progressive Overload sinnvoll steigerst.

Fehler Military Press vermeiden

Für ergänzende Übungen und einen einfachen Plan lies unseren Ratgeber zum Schultertraining für Zuhause.

Military Press vorbereiten

Wärme Schultern und oberen Rücken mit einigen leichten Bewegungen auf. Beginne mit einer leeren Stange oder leichten Kurzhanteln, damit du den Bewegungsweg kontrollieren kannst. Stelle die Füße stabil auf und spanne den Rumpf an. Die Hantel sollte möglichst nah am Körper nach oben bewegt werden, ohne dass du dich weit nach hinten lehnst.

Typische Fehler bei der Ausführung

Häufig wird die Last zu früh gesteigert. Dadurch kann der Oberkörper stark ins Hohlkreuz ausweichen oder die Bewegung unkontrolliert werden. Senke das Gewicht bewusst und halte die Handgelenke möglichst stabil. Eine natürliche Bewegung der Schulterblätter ist beim Drücken über Kopf wichtig. Wenn du Schmerzen verspürst, passe Übung und Bewegungsumfang an.

Ein Trainingsbeispiel für Einsteiger

Nach dem Aufwärmen kannst du zwei Sätze mit sechs bis zehn technisch kontrollierten Wiederholungen absolvieren. Plane ausreichend Pause zwischen den Sätzen. Kombiniere Schulterdrücken mit Zugübungen für den Rücken und einem ausgewogenen Ganzkörperplan. Fortschritt bedeutet nicht nur mehr Gewicht, sondern auch bessere Kontrolle und eine gleichmäßige Ausführung.

Häufige Fragen

Ist Schulterdrücken gut für Muskelaufbau?

Ja, wenn du ausreichend trainierst und die Belastung über längere Zeit anpasst.

Stehend oder sitzend – was ist besser?

Beide Varianten sind möglich; stehend wird mehr Rumpfstabilität verlangt.

Sind Kurzhanteln besser für die Schulter?

Nicht grundsätzlich. Entscheidend ist, welche Griff- und Bewegungsform du gut verträgst.

Muss ich die Arme ganz strecken?

Nutze den kontrollierbaren, schmerzfreien Bewegungsumfang und vermeide ruckartiges Überstrecken.

Was tun bei Schmerzen?

Belastung reduzieren oder abbrechen und anhaltende Beschwerden fachlich abklären lassen.