Zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2026 von Professional-Bodywork.de
Nein, ein Superfood verleiht dir keine Superkräfte, zumindest nicht so, wie du es dir vielleicht vorstellst. Ein Superfood ist ein Lebensmittel, das besonders gesund und unglaublich wichtig für deine Ernährung sein kann.
Superfoods werden viele großartige Dinge nachgesagt, sie gelten als Diäten-Garanten, oder Stressbefreier. Wissenschaftlich bewiesen ist hingegen wenig. Was sie definitiv sind: gesunde Lebensmittel. Sie sind besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und Ölen.
Eine einheitliche und genaue Definition, was ein Superfood, dazu qualifiziert ein Superfood zu sein, gibt es jedoch nicht. Es ist vor allem ein Begriff aus dem Marketing, der besonders gerne für exotische Lebensmittel verwendet wird. Lebensmittel, die in anderen Kulturen längst bekannt und geschätzt sind. Nahrungsmittel, die in diesen Kulturen seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin, sei es in der nativ amerikanischen oder asiatischen Medizin, verwendet werden oder als gute pflanzliche Eiweißprodukte (wie zum Beispiel Kidneybohnen) bekannt sind. Eines haben fast alle Superfoods gemeinsam: sie sind vegan.
Superfoods sind inzwischen in vielen Varianten zu erhalten, als komplette Frucht oder Pflanze bis hin zu Extrakten und Pulvern. Sie werden als Müsli-Zusätze oder direkt im Müsli verkauft. Es gibt sie als Tee, Bonbon oder Getränke. Damit haben Superfoods längst den Markt bei uns erreicht.
Inhaltsverzeichnis
Acai Beere
Die Acai Beere stammt aus Südamerika und wächst vor allem auf den Kohlpalmen Brasiliens, wo sie eine beliebte Frucht ist. Das Fruchtfleisch der Beere besitzt antioxidative Substanzen. Welches heimische Gemüse ebenfalls reich daran ist, zeigt unsere Liste der Gemüsesorten mit den meisten Antioxidantien. Antioxidativ wirkende Pflanzenstoffe sind an biologischen Schutzprozessen beteiligt. Eine nachweisbare Verlangsamung des Alterns durch einzelne Lebensmittel lässt sich daraus nicht ableiten. Acai-Beeren liefern verschiedene Pflanzenstoffe. Eine besondere Wirkung auf Stoffwechsel oder Gewichtsabnahme ist jedoch nicht überzeugend belegt.
Aronia

Die Aronia, auch als Apfelbeere bekannt, stammt aus Nordamerika und ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Die enthaltenen Nährstoffe können zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen. Daraus lässt sich kein besonderer Schutz vor Infektionen ableiten. Zudem ist Vitamin C für den Aufbau von Bindegewebe notwendig.
Goji-Beeren

Die kleine rote Goji-Beere kommt ursprünglich aus China, wo ihr sagenhafte Kräfte nachgesagt werden. Goji-Beeren enthalten Pflanzenstoffe, doch solche weitreichenden Wirkversprechen sind nicht ausreichend belegt. Dazu haben sie, wie die Acai Beeren, den Ruf für eine schlanke Figur zu sorgen.
Wie die Acai Beere sind auch Goji-Beeren besonders reich an Antioxidantien. Eine verjüngende Wirkung durch Goji-Beeren ist nicht nachgewiesen. Die Nährstoffgehalte von Goji-Produkten variieren. Aus dem Verzehr lässt sich kein besonderer Schutz vor Krankheiten ableiten.
Cranberries

Cranberries enthalten unter anderem Proanthocyanidine. Ein sicherer Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch den Verzehr ist nicht belegt.
Dazu sind sie noch reich an Anthocyanin, das eines der Antioxidantien ist. Außerdem sind Cranberries eine natürliche Quelle für Vitamin A, C und K, Kalium, Natrium und Magnesium. Doch als wenn das noch nicht genug wäre, liefert sie auch noch Kupfer und Mangan.
Granatapfel

Der Granatapfel stammt ursprünglich aus dem Nahen Osten, Zypern, Ägypten und dem Iran. Von dort fand er dann Einzug in die griechische Mythologie und die Bibel.
Schon früh wurde der Granatapfel auch zu medizinischen Zwecken verwendet. Granatapfelkerne liefern Ballaststoffe und Pflanzenstoffe. Sie verhindern aber nicht nachweislich Bluthochdruck, Diabetes oder andere Erkrankungen.
Das sind nur einige der vielen positiven Eigenschaften, die dem Grantapfel zugeschrieben werden. Dazu sind, sie reicht an Antioxidantien, Vitamine C und K, Folat und Ballaststoffen.
Algen

Das Meeresgemüse als Superfood ist ein wichtiger Bestandteil der veganen Ernährung. Sie enthalten viele Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Eisen.
Die Nährstoffgehalte unterscheiden sich je nach Algenart stark. Algen sind insbesondere keine verlässliche Vitamin-B12-Quelle für eine vegane Ernährung. Einige Sorten sind, dazu reicht an Omega-3-Fettsäuren. Ein zu großer Verzehr kann jedoch aufgrund des hohen Jodgehalts auch gesundheitsschädlich sein.
Es gibt verschiedene Arten von Algen, was eine allgemeine Beschreibung ihrer Nährwerte sehr kompliziert, wenn nicht sogar fast unmöglich macht. Von den zahlreichen Algenarten wird nur ein ganz geringer für die Ernährung verwendet.
Am bekanntesten sind unter anderem die Süßwasseralge, Nori, deren Jod- und andere Nährstoffgehalte je nach Produkt schwanken und die keine verlässliche Vitamin-B12-Versorgung gewährleistet; die Rotalge, Dulse, die besonders reich an Calcium, Magnesium, Phosphor, Zink, Vitamin A und Jod ist; die Wakame, die besonders reich an Calcium, Magnesium, Phosphor, Vitamin A, C, E und B ist; oder die Grünalge, deren Gehalte an Jod, Mineralstoffen und Vitaminen stark schwanken können.
Ingwer

Ingwer ist nicht nur als Küchenpflanze, sondern auch als Arznei- und Heilungspflanze bekannt. Bereits seit dem Mittelalter wird er auch in Europa für seine heilende Wirkung verwendet.
Aufgrund seiner natürlichen Schärfe fördert Ingwer die Durchblutung, den Kreislauf und die Verdauung. Aus diesem Grund ist Ingwer ein natürliches Mittel gegen Übelkeit.
Dazu ist er reich an ätherische Ölen, Gingerol, Harz und Harzsäuren, sowie Vitamin C Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium, Natrium und Phosphor. Außerdem ist Ingwer antibakteriell, und entzündungshemmend.
Kurkuma

Kurmuma, auch als Safran- oder Gelbwurzel bekannt, gehört zu den Ingwerpflanzen und stammt aus Südasien. Kurkuma enthält Curcumin. Für viele beworbene gesundheitliche Wirkungen beim Menschen fehlen jedoch ausreichend belastbare Belege. Es fördert die Fettverdauung in Magen und Darm, wodurch das Völlegefühl verhindert werden kann.
Zudem ist Kurkuma reich an Antioxidantien und enthält verschiedene ätherische Öle. Das im Kurkuma enthaltene Curcumin wirkt dazu besonders entzündungshemmend. Es soll sogar gegen Schmerzen bei Osteoarthritis helfen.
Ginseng

Die Ginsengplfanze gehört zu den wichtigsten Heilmitteln der traditionellen asiatischen Medizin. Ginseng soll vor allem die natürlichen Selbstheilungskräfte anregen. Es soll das Immunsystem stärken, den Stoffwechsel anregen und gegen Stress, und Müdigkeit helfen.
Ginseng besteht aus den sogenannten Ginsenosiden, besitzt aber auch wenige Mengen ätherisches Öl, Peptidoglykane und Polyacetylene. Diabetiker oder Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, sollte jedoch von einer Anwendung absehen oder diese zuvor mit ihrem Arzt besprechen.
Quinoa

Quinoa, auch als Reismelde bekannt, stammt aus den Anden und ist ursprünglich eine Höhenpflanze, die als Nahrungsgrundmittel für die Bergvölker genutzt wurde, in denen das sonstige Ernährungsmittel Mais nicht angebaut werden konnte.
Quinoa gehört zu den sogenannten Pseudogetreiden, da es wie Getreide verwendet und zubereitet werden kann, jedoch kein klassisches Getreide ist. Es ist eine ideale Quelle für pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffen. Außerdem ist es glutenfrei.
Quinoa ist reich an Eisen, Folsäure, Magnesium, Zink und Mangan. Bereits 100 Gramm reichen aus, um 25 Prozent des Tagesbedarfs an Eisen, 50 Prozent an Magnesium und über 100 Prozent an Mangan abzudecken.
Amaranth
Amaranth als Superfood gehört wie auch Quinoa zum Pseudogetreiden. Es ist ebenfalls glutenfrei und stammt aus dem gleichen Kulturkreis, wie das Quinoa. Das Amaranth lässt sich einfach im eigenen Garten anbauen. Es hat wesentlich geringere Kohlenhydrate als das klassische Getreide und lässt sich dazu noch einfacher vom Körper verwerten.
Es ist reich essentiellen Aminosäuren und enthält viel pflanzliches Protein. Dazu ist es reich an Lysin, das für starke Knochen sorgt, sowie Vitaminen und Mineralien. In der indianischen Medizin wurde Amaranth als blutbildende, blutstillende, blutreinigende und entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt.
Moringa

Das aus dem Himalaya stammende Moringa, auch Meerrettichbaum oder Trommelstockbaum genannt, ist fast vollständige verwertbar. Die Blätter besitzen viel pflanzliches Protein, Vitamin A und Kalzium. Außerdem ist Moringa reich an Vitamin D, E und K und enthält Kupfer und Zink, Omega-3, Omega-6 und Omega-9.
Moringa enthält verschiedene Nährstoffe und Pflanzenstoffe. Eine zuverlässige Abnehmwirkung ist wissenschaftlich nicht belegt. Außerdem wird dem Moringa nachgesagt, dass es gegen Stress helfen soll.
Superfoods richtig einordnen
„Superfood“ ist keine klar definierte wissenschaftliche Lebensmittelkategorie. Viele heimische Lebensmittel wie Beeren, Kohl, Hülsenfrüchte und Haferflocken liefern ebenfalls wertvolle Nährstoffe. Achte auf eine vielfältige Ernährung statt auf einzelne vermeintliche Wundermittel.
Häufige Fragen
Was bedeutet Superfood?
Der Begriff ist nicht wissenschaftlich definiert. Meist bezeichnet er Lebensmittel, denen besonders viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden.
Sind heimische Beeren genauso wertvoll?
Ja. Heidelbeeren, Johannisbeeren und anderes heimisches Obst liefern ebenfalls Ballaststoffe, Vitamine und Pflanzenstoffe.
Helfen Superfoods beim Abnehmen?
Kein einzelnes Lebensmittel führt automatisch zu Gewichtsverlust. Entscheidend ist die langfristige Energiebilanz.
Sind Goji-Beeren und Acai medizinisch wirksam?
Für viele beworbene Heilwirkungen fehlen belastbare Nachweise am Menschen.
Kann ich Vitamin B12 aus Algen beziehen?
Algen sind keine verlässliche Vitamin-B12-Quelle für eine vegane Ernährung. Nutze geeignete angereicherte Produkte oder Supplemente.
Weiterführende Ratgeber: Ernährung













